Jazzradio
Vielleicht kennst du dieses Cliché. Du hörst von einer Lady aus Brasilien.
Sie wuchs in der afro-brasilianischen musikalischen Umgebung von Rio de Janeiro auf, kam nach Europa,
hat den Jazz entdeckt und ist heute als Bossa Nova Jazzsängerin bekannt. Zack, aus, Ende der Geschichte.
Na ja, nur ein Teil davon stimmt. Erstmal ist Fátima Lacerda nicht nur als Bossa Nova Sängerin bekannt,
sondern hat noch ganz andere Qualitäten. Sie nur als eine Bossa Nova Sängerin in die Schublade zu
stecken, wäre eine Verleugnung ihrer Vielseitigkeit, die sie vor allem auf ihrer letzten CD Faces to Faces
unter Beweis stellt...
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Berliner Morgenpost
Brasiliens Samba trifft Europas Jazz
(24.10.2003)
Wer sich angesichts kühlerer Herbsttage noch ein bisschen Sommerfeeling erhalten möchte, dem sei das Konzert von Fátima Lacerda empfohlen.
Die aus Rio de Janeiro stammende Wahlberlinerin schlägt mit ihrer dunkeln volltönenden Stimme eine Brücke zwischen den Rhythmen ihrer brasilianischen
Heimat und dem Jazz und Blues, wie er aus Amerika oder Europa bekannt ist. Mit ihrem CD-Debüt „Face to Faces“ stellt die Künstlerin, die aus der
hiesigen Musikszene nicht mehr wegzudenken ist, ihre Vielseitigkeit unter Beweis.
Rhythmen und Klänge wie Funk, Jazz, Blues, Brasil-Pop, Samba und ihr geradezu perkussiver Gesang nehmen die Zuhörer mit auf eine Musikreise nach
Brasilien mit kleinen Abstechern ein. Zehenwippen ist nicht nur erlaubt, sondern ein absolutes Muss.
Durch die Musikwelt
Face to Faces mit Fátima Lacerda
(26.10.2002)
Mit brasilianischer Musik hat sich Fátima Lacerda in Berlin einen Namen gemacht. Geboren in Rio de Janeiro, wuchs sie in der
afrobrasiliansichen Szene unterm Zuckerhut auf. Doch bei ihr beschränkt sich die Musica Popular Brasileira nicht nur auf Samba und Bossa Nova.
Ihr musikalischer Weg hier in Berlin begann zwar mit Liedern aus der Heimat, doch europäischer Jazz gewann auch bald Einfluss. Die neu entdeckte Freiheit
dieses vermischten Stils eröffnete mehr Spielraum für Improvisation und percussive Elemente. Mit ihrer ersten CD "Face to Faces" ist es der vielseitigen
Musikerin , die bereits an zahlreichen internationalen Festivals und Fêtes de la Musique teilnahm, gelungen, diese unterschiedlichen Einflüsse und Geschmäcker zu binden.
Die Stil-Schmelze Fátima Lacerda in der Junction Bar (20.05.1999)
Angefangen hatte ihre Leidenschaft für Musik mit den Songs von Vorbildern aus ihrer brasilianischen Heimat -
komischerweise allerdings erst als sie 1988 nach Berlin kam. In Brasilien widmete sie sich lieber dem Balett.
Hierzulande lernte sie den europäischen Jazz kennen und sucht seitdem nach immer neuen Experimentiermöglichkeiten, mit
denen sie das Liedgut und die Rhythmen ihrer Heimat mit ihren neuen Eindrücken verschmelzen kann. Ihr Herz schlägt im
Rhythmus von uralten Sambas, Latin Jazz und auch den großstädischen Klängen von Rio de Janeiro. "Nur kein
Bossa Nova bitte", sagt Fátima Lacerda, die sich in keine Klischee-Kiste stecken lassen möchte. Die Arbeit daran ist
ein ständiger Zustand des "Work-in-Progress". Ein gutes Jahr hat sie mit ihrer Formation nur in Übungsräumen
gejammt, nun spielt sie mit Katrin Wahl an der Gitarre, Gerhard Kubach am E- und Kontrabaß sowie Uli Jenneßen hinterm
Schlagzeug zum ersten Mal vor Publikum (Junction Bar, 22 Uhr)
Blue Rhythm
Das Debüt der brasilianischen Wahlberlinerin ist ein erster Linie ein recht intimes Rendevouz mit ihren musikalischen Vorbildern und bevorzugten Stilistiken.
Außer einer neugierig auf mehr machenden Eigenkomposition sind lauter Covers gesammelt. Chico Césars "Beraderô" weist die Sängerin als beherzte und versierte
Neudeuterin aus. Bei anderen Tracks war offenbar der Respekt fürs schöne Original größer als die Lust auf eine individuelle Lektüre (Lenines "JackSoulBrasileiro").
Lacerdas Jazz-sozialisierte Stimme begibt sich in verschiedenste expressive Niederungen, wobei ihr ausgefuchste Arrangements und virtuose Musiker (wie der
argentinische Perkussionist Topo Gioia) gute Rückendeckung geben.
Der Tagesspiegel
Luxus mit bescheidenen Mitteln (11.05.2002)
Wer die Songs auf Fátima Lacerdas eigentlich sehr schöner neuer CD "Face to Faces" hört, den könnte der sehnsüchtige Gedanke beschleichen,
ein Grossmeister des luxuriösen Bossanova-Arrangements wie Claus Ogermann hätte sich ihrer angenommen. So klingt manches Lied etwas unterproduziert, lässt
aber andererseits Frau Lacerdas kraftvoller und nuancenreicher Stimme viel Raum zur Entfaltung.
Tagestips (30.10.1998)
Seit einigen Jahren macht sich die brasilianische Sängerin Fátima Lacerda mit ihrer Musica Popular Brasileira in Berlin einen Namen.
Aber es sind nicht nur populäre Komponisten wie Gilberto Gil oder Djavan, die in ihren locker dahinfließenden Popsongs anklingen, denn seit sie in der Stadt lebt, hat Fátima
Lacerda mit den unterschiedlichsten Musikern der Berliner Szene gearbeitet. Als Ergebnis gesellen sich zu den Sambarhythmen zunehmend funkige Grooves, jazzige Skatnummern und Balladen,
wie sie einst im Duo von Ella Fitzgerald und Joe Pass zu hören waren. "Os Passageiros" steht für den Aufbruch und einen sich stets verändernden Zustand und ist
nicht zuletzt Symbol für Fátima Lacerdas eigenen musikalischen Werdegang. Im Trio mit der Gitarristin Katrin Wahl und dem Schlagzeuger Michael Joch vollführt sie heute
den musikalischen Brückenschlag zwischen der rhythmischen Raffinesse der Musik ihrer Heimat und den urbanen Jazz- und Bluesinterpretationen Europas und Nordamerikas.
Tip Magazin
Lacerda-Style (25.10.2003)
Fátima Lacerda bereichert seit Jahren mit afro-karibischen Klängen Berlin.
Ihre Zusammenarbeit mit zahlreichen Jazzmusikern, genau wie die Einflüsse europäischer Musik, gebaren einen neuen ungewohnten Stil.
Dadurch konnte sie sich hierzulande einen Namen machen und bringt gemeinsam mit ihrer Band einen Hauch Brasiliens ins kalte Berlin.
(Oktober 2002)
Für brasilianische Musik und kritische gesellschaftsbezogene Texte steht Fátima Lacerda. Die Wahlberlinerin ist eine Interpretin zwischen den Kontinenten, ihre Musik ist vielseitig und weltstädtisch,
und irgendwann zwischen Sambarhythmen, Jazz und funkigen Grooves krabbelts in den Zehenspitzen.
(Mai 2002)
Singen ist ihre Leidenschaft, und dafür arbeitet Fatima Lacerda hart.
Seit fast 15 Jahren in Berlin lebend, hat sich die Brasilianerin zur modernen Jazz & Soul-Sängerin entwickelt, die ihre Bossa-Nova-Wurzeln in den vielschichtigen Kompositionen assimiliert.
Berliner Neuheiten
Fátima Lacerda
Face to Faces (Ethno Art Ruhr)
Kreuzberger Exilbrasilianerin mixt die Musikfarben ihrer Heimat mit allerlei europäischen und amerikanischen Einflüssen.
Ergebnis: melancholische Jazzballaden, rhythmische Scat-Experimente, lustvoll-banaler Funk und ein obligatorischer Samba.
Zitty Magazin
(Mai 2002) Als Brasilianerin in Berlin arbeitet die Sängerin Fátima Lacerda seit mehr als zehn Jahren an ihrer Musik. Einer Musik,
die das Lebensgefühl ihrer beiden Welten miteinander in Einklang bringt.
Mit Face to Faces stellt Fátima Lacerda nun ihr neues Album vor, auf dem experimentelle Bodypercussion auf urbane Latin-Grooves trifft und dabei Jazz mit Brasil-Pop vereint.
Fátima Lacerda und Band (Dezember 1997)
"Brasilien ist ein Land der Singdrosseln und der Kanarienvögel, die Musik machen, ohne zu wissen für wen und warum sie singen", schrieb Julio Medaglia
und Recht hat er. Brasilien ist wohl das reichste Land der Welt was die musikalischen Ausdrucksformen angeht. Daß die Musica Popular Brasileira (MPB) weit mehr ist als Samba und Bossa Nova zeigt
Fátima Lacerda mit ihrer Band unseren Gehörgängen und Tanzbeinen.
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