„...Some may like a soft brazilian singer
But I gave up all attempts of perfection...“
 
Caetano Veloso "Estrangeiro"
 
 
Angefangen hatte es in Berlin mit Songs von brasilianischen Komponisten. Kritische und gesellschaftsbezogene Texte mit afro-karibischen und afro-brasilianischen Tönen vermischt, vor allem aber sehr urban.
 
Geboren im Bezirk Botafogo wuchs die Sängerin in der bürgerlichen Gegend von Tijuca auf, umgeben von Songs von Gilberto Gil, Elis Regina, Caetano Veloso, Chico Buarque und ziemlich allem, was die „Música Popular Brasileira“ zur damaligen Zeit bot.
 
1988 Ankunft in Berlin und dann die Gesangsausbildung, welche zu einer Verschiebung der bisherigen stilistischen Aufmerksamkeit führte. Auf Anhieb war der Jazz mit von der Partie.
Eine wichtige Entwicklungsphase begann mit der Zusammenarbeit mit berliner Musikern aller Couleur, vielen aus der Jazzszene.
Die neu entdeckte Freiheit dieses Stils eröffnete mehr Spielraum für Improvisationen und percussive Scats, welche bislang unbekannte Ausdrucksmöglichkeiten boten.
Auch die Lektüre der brasilianischen Musik aus verschiedenen Perspektiven öffnet immer wieder neue Horizonte.
Das brasilianische Kulturgut in der musikalischen Arbeit bleibt aber maßgeblich.
 
Fátima Lacerda versteht sich hauptsächlich als Interpretin, hat aber bei ihrer ersten CD „Faces to Faces“ ihren ersten Titel „Pakum“ komponiert. Zweifelsohne ist dieses Stück von der musikalischen Begegnung mit Bobby McFerrin in Montreux 2001 geprägt.
Bei ihrer Debüt-CD „Face to Faces“ ist es der vielseitigen Interpretin gelungen, ihren unterschiedlichen Einflüssen und Geschmäckern Ausdruck zu verleihen, nicht zuletzt aber auch den einen oder anderen Titel, der schon länger auf ihrer Wunschliste stand, aufzunehmen. Von Djavan bis Lenine, von Balladen bis hin zu Maracatu/Funky-Rhythmen und Werken junger brasilianischen Komponisten sowie mit ihrem ersten eigenen Titel „Pakum“ konnte Fátima Lacerda aus der sog. “Bossa Nova”-Ecke heraus und ihre musikalische Experimentierfreudigkeit auf dieser CD untermauern. („Face to Faces“ VÖ 10/02 EAR/NRW Vertrieb)
 
Am 24.04. wurde in der Junction Bar das Konzert aufgenommen (Bilder unter Fotogalerie > Konzerte). Die Mischarbeiten für die Livescheibe sind inzwischen abgeschlossen.
Hier als Kostprobe zu hören sind: Fátima Lacerda lebt in Berlin. Sie ist außerdem Sprachlehrerin, Dipl.-Kulturmanagerin und arbeitet als freie Journalistin.